Energie und Umwelt
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Schlagzeilen

Mikroplastik im Meer: Bisherige Studien oft unsauber

Der Klimawandel verschiebt Europas Hochwässer

Der Satellitenblick auf die Dürre in Kenia

Wärmeres Klima – mehr Bakterien: Vibrio cholerae im Neusiedler See

Forschungsreaktoren: Auch der Abbau kostet Geld

Daten sammeln für das Klima

Die Donau ist auch nicht mehr das, was sie einmal war

Stoffkreisläufe verstehen und gestalten

Forschung, die im Garten wächst

Das Ende der Maya: Wasserknappheit kann Kulturen zerstören

Wie schlafen Bäume?

Wiener Datenzentrum für ESA-Satellitendaten wird erweitert

Schadstoffmessung aus der Ferne

Kristallisationskeime für besseren Schnee

Sechzig Hektar für die Wissenschaft vom Wasser

Die Erde vermessen mit Signalen aus dem Weltraum

Naturschutzgebiete überwacht man jetzt im Flug

Outernet – Die Daten sind überall da draußen

Den Klimawandel verstehen: TU-Wissenschaftspreis für Wouter Dorigo

Fukushima: TU Wien untersucht Japans Lebensmittelsicherheit

Ein Klimabericht für Österreich

Die Vermessung der Erde mit Strahlen aus dem Weltraum

Globale Luftströmungs-Mäander brachten Balkan-Hochwasser

Erster Sentinel-Satellit liefert Daten

Lebensmittel- und Wasserschnelltests

Wie oft gibt es Jahrhunderthochwasser?

Laser spürt Öl im Abwasser auf

Klimawandel beeinflusst Wasserkreislauf

Umwelt oder Wirtschaftswachstum?

Joint Danube Survey 3 – die weltweit größte Flussexpedition

Extreme Trockenheit: Die TU Wien misst nach

Klimawandel in Österreich

Hochwasser-Bilanz

Wie ungewöhnlich sind Jahrhunderthochwasser?

Im Eis der Arktis

Die Erfindung einer neuen Wissenschaft - SozioHydrologie

Neptun-Wasserpreis

Maskierte Schimmelpilzgifte

Hinter uns die Sintflut

Forschung für sauberes Wasser

Wasser ist zum Forschen da

Natur kennt keine Grenzen: Biodiversitätsmanagement in Naturschutzgebieten

Sommerregen funktioniert anders als gedacht

Blütenstaub läßt Wolken gefrieren

Trocken oder feucht? Klimadaten aus dem Weltraum

Was macht der Stickstoff in meinem Wasserglas?

Metalle für sauberes Wasser

Pflanzenextrakte statt Antibiotika

Pilze als Pflanzenschutzmittel

Wenig Luftfracht aus Fukushima

Sicheres Trinkwasser im 21. Jahrhundert

Klimawandel - Wie ändern sich unsere Wasserressourcen?

Vollautomatisches Wasserlabor

Wasser für die Welt

Satellitendaten verbessern Hochwasserprognosen

Guter Staub und böser Staub

Klimadaten aus dem Höhleneis

Neue Ideen gegen die Ölpest

Erdbeben in Chile bewirkt Verlängerung des Tages

TU Wien ExpertInnen kritisieren Klimagipfel 2009

Neue Methode zur Hochwasserprognose

Denken ist gut fürs Klima 

Umweltmonitoring und Klimaanpassung

Wie keine zweite Spezies in der Geschichte unseres Planeten greift der Mensch in die Umwelt ein. Wir beginnen erst zu verstehen, wie kompliziert das Netz an Zusammenhängen und Wechselwirkungen ist, das zwischen den unterschiedlichsten Teilbereichen des Ökosystems Erde besteht. Nur wenn wir den Zustand und die Entwicklung der Umwelt genau kennen, können wir steuern, welche Auswirkungen unser Handeln auf die Natur rund um uns hat. Dafür sind die besten und modernsten Forschungsmethoden gerade gut genug – sowohl im Grundlagenbereich als auch in der angewandten Forschung.

 

Forschen für Österreich, die Welt – und eine lebenswerte Umwelt

Alle diese Forschungstätigkeiten sind von globaler Bedeutung – doch natürlich gibt es einzelne Themenbereiche, die gerade für Österreich von besonderer Wichtigkeit sind. Einerseits verfügt Österreich über gewaltige große Flußeinzugsgebiete an der Donau, andererseits auch über die ökologisch sensiblen Alpen. Die Forschung im Umweltbereich muß selbstverständlich auf die spezifische österreichische Situation spezielles Augenmerk richten. Die TU Wien liefert durch diese regionalspezifischen Fragestellungen einen Beitrag sowohl zu Gesetzen und Richtlinien auf nationaler und auf EU-Ebene, als auch auf internationaler Ebene zu den globalen Diskussionen der wissenschaftlichen Gemeinschaft.

Durch den Einsatz modernster Forschungsmethoden und der interdisziplinären Vernetzung der ExpertInnen geht die TU Wien einen gezielten Schritt in Richtung einer intakten Umwelt und einer lebenswerten Natur!

Wasser, Luft, Erde – und Satelliten für die Umwelt

Die TU Wien leistet wichtige Beiträge zur Entwicklung und Anwendung von Umweltanalyse-Methoden. Dies dient einerseits zur Erfassung der Qualität der Umwelt und anderseits zur Feststellung der Änderungen von Umweltbedingungen (Stichwort Klimawandel).

Das Thema „Wasser“ spielt in der Umweltforschung an der TU Wien eine ganz entscheidende Rolle – sowohl Grundwasser, als auch Wasserflächen und fließende Gewässer werden studiert und modelliert, unterschiedlichste Analysen der Wassergüte werden ebenso durchgeführt wie Forschungen über Hochwassergefahr. Genauso lebenswichtig wie Wasser ist gesunde Luft: die Konzentration von Luftschadstoffen wie Feinstaub und anderen Aerosolen – winzigen Teilchen, die in der Luft schweben – werden mit hochentwickelten Geräten und Sensoren gemessen und beobachtet. Auch unsere Böden werden mit physikalischen, chemischen und geometrischen Verfahren untersucht – zur Feststellung der Bodenfeuchte, zur Abschätzung der vorhandenen Biomasse, und hinsichtlich Verunreinigung. Weniger alltäglich, aber von nicht minder großer Bedeutung ist das Thema Strahlenschutz: auch auf diesem Gebiet hat die TU Wien hochrangige ExpertInnen in ihren Reihen, die u.a. Strahleneffekte untersuchen und Umweltproben mit unterschiedlichsten Verfahren analysieren.

Für manche Fragestellungen reicht es nicht aus, sich vor Ort oder im Labor einen Überblick zu verschaffen, manchmal muß man die Natur aus einiger Entfernung betrachten: Satellitenverfahren spielen heute eine unverzichtbare Rolle in der Umweltanalytik. Auf höchst komplexe Weise müssen Satelliten- und luftgestützte Daten von den TU ExpertInnen ausgewertet werden, die Grundlagen liefern, um die notwendigen Erkenntnisse über Umweltbedingungen auf großen räumlichen Skalen zu gewinnen.

Aus Messungen Lehren für die Zukunft ziehen

Umweltdaten sammeln alleine bringt freilich noch keinen echten Fortschritt. Die gewonnen Erkenntnisse müssen auch genutzt werden, um die Umweltqualität tatsächlich zu erhöhen. Sie können als wertvoller Input für Technologieverbesserungen dienen, sie können auch helfen, weitere Schritte in Richtung einer effizienteren Ressourcennutzung zu machen; und sie bieten die Grundlage für Umweltverträglichkeitsprüfungen.

Umweltmonitoring spielt an der TU Wien eine zentrale Rolle im Bereich des Naturgefahren-Managements. Gefahren wie Hochwasser und Massenbewegungen (Hangrutschungen, Felsstürze, Erdbeben) werden durch sorgfältige Analyse und oft auch durch mathematische Modellierung besser eingeschätzt und vorhergesagt. Ökologische Betrachtungen und Modellversuche im Bereich des Wasserbaus optimieren die Einflüsse in das Gleichgewicht der Natur, und die Analyse und Risikoabschätzung von Abwasser schützt ebenso unser lebenswichtiges Gut Wasser. Zur Abrundung der Thematik beschäftigen sich an der TU Wien auch ExpertInnen mit umweltrechtlichen Angelegenheiten.

Einen Schwerpunkt im Naturgefahren-Management spielt das Thema Klimawandel: wie in kaum einem anderen Forschungsgebiet hat man es hier mit einer höchst komplizierten, interdisziplinär vernetzten und globalen Problemstellung zu tun. Die Expertise der TU Wien in diesem Bereich reicht von der Erhebung klimarelevanter Daten über die ökologische Optimierung technischer Prozesse und der Prognose von Klimaauswirkungen bis hin zu Fragen der Klimapolitik.