Energie und Umwelt
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Energieaktive Gebäude, Siedlungen und räumliche Infrastrukturen

Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit leben mehr Menschen im urbanen Raum als am Land. Die mit dieser Entwicklung einhergehenden Herausforderungen verlangen zukunftsfähige Lösungsansätze. Die nachhaltige Entwicklung von Städten, wie zum Beispiel Wien, erfordert umfassende Planungsprozesse, die wirtschaftliches und soziales, aber auch technologisches und wissenschaftliches Denken vereinen.

Die ForscherInnen der TU Wien nehmen sich dieser Aufgabe an und liefern einen entscheidenden Beitrag durch ihre Kompetenzen in den verschiedensten Bereichen rund um energieaktive Gebäude, Siedlungen und räumliche Infrastrukturen. Sie forschen an innovativen Technologien, um ökologisch sinnvolle und energie effiziente und ressourcenschonende Gebäude (sowie deren Sanierungen) zu ermöglichen und die Entwicklung zukunftsfähiger Siedlungskonzepte voranzutreiben. Weiters sind sie bemüht, die Verbindung sozialer und ökologischer Aspekte zu stärken und den Menschen, die in den Städten leben, eine noch bessere Infrastruktur und einen höchstmöglichen Raumkomfort zu bieten.

Intelligente, energie- und ökoeffiziente Gebäude

Aufgrund steigender umweltrechtlicher, technischer und wirtschaftlicher Anforderungen wird Planung, Bau und Betrieb von innovativen Gebäuden mit ansprechender Architektur immer komplexer. Im Vordergrund stehen energieeffieziente Bauwerke, die vor allem durch umwelt- und klimafreundliches Bauen und Sanieren herausragen – der sparsame Umgang mit Energie, Rohstoffen und Flächen ist die Schlüsselfrage des 21. Jahrhunderts. Deshalb entwickeln ArchitektInnen, RaumplanerInnen und ForscherInnen zahlreicher anderer Fachrichtungen der TU Wien gemeinsam - im Rahmen einer Integralen Planung - umfassende und ganzheitliche Konzepte, bei denen mit ressourcenschonenden Baustoffen, energieeffizienten Systemen, erneuerbaren Energieträgern und integrierter Gebäudeautomation gearbeitet wird.

Neben ökologischer Verträglichkeit wird auch das Nutzerverhalten berücksichtigt, um einen maximalen Raumkomfort zu erzielen. Selbstverständlich wird auch die Wirschaftlichkeit und Leistbarkeit bei allen wissenschaftlichen Vorhaben berücksichtigt. Die ExpertInnen der TU zählen mit diesem Ansatz zu den führenden Stadtentwicklern Europas, die ihr Know-how in die renommiertesten und innovativsten Projekte einbringen.

Für die fachgerechte Planung als auch Bewertung von Gebäuden und Immobilien (u.a. Zertifizierungen) ist einschlägiges Wissen über die vielfältigen Zusammenhänge und Wechselwirkungen in Bauwerken nötig. Die Forschungsgruppen der TU Wien verfügen über ausgereifte Modellierung, Simulation und Bewertungssysteme, in die jahrelange Erfahrung und umfassendes technisches Wissen einfließen.

Mithilfe dieser Systeme werden hochkomplexe wechselwirkende Problemstellungen anhand von Messungen beurteilt und modelliert. Gelöst werden diese u.a. durch intelligente Gebäudeautomation, einer Vernetzung von Sensoren, Aktoren und Controllern zur Regelung und Steuerung, sowie durch neuartige Gebäudekonzepte, die so den Lebenskomfort erhöhen und gleichzeitig Ressourcen einsparen.
 

Räumliche Infrastruktur und Planung

Durch eine nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung erhöhen die ForscherInnen der TU Wien den Lebensstandard und die Sicherheit der Bevölkerung. Dabei werden nicht nur die sich wandelnden Ansprüche an Umweltfreundlichkeit und Verkehrssicherheit berücksichtigt, sondern auch die neuen Herausforderungen im Bereich kommunaler Mobilität. Die Grundlage für fundierte Planung und zukunftsfähige Konzepte sind detaillierte Daten, die von Forschungsgruppen der TU Wien bereitgestellt werden. Die Stadt der Zukunft baut auf die Förderung des nichtmotorisierten Individualverkehrs in Form von Radfahrern und Fußgängern, um Emissionen und Lärm zu mindern und so die Lebensqualität weiter zu erhöhen.

Je größer die Stadt wird, desto schwieriger ist ihre Steuerung zu handhaben – die Entscheidungen im öffentlichen Sektor und deren Einfluss auf die Entwicklung der Stadt, die Wirtschaft und Gesellschaft wird zukünftig eine große Rolle spielen. Dementsprechend ist die demographische Entwicklung und die daraus resultierende Siedlungs- und Bebauungsstruktur ein dominierendes Thema, dem von den ForscherInnen große Beachtung geschenkt wird. Grundlegende Ziele bestehen darin, interkommunale Planungsaufgaben mit funktionalen und räumlichen Überschneidungen zu vereinen, um das Konzept eines größeren Raumes zu realisieren.

Die Darstellung der Konzepte wird durch umfassende und hochentwickelte Visualisierung ergänzt.

Die Forschungsgruppen der TU Wien leisten einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung zukunftsorientierter Städte. Mit innovativen Konzepten und Modellen sind sie Vorreiter  für alle beteiligten Branchen und werden auch in Zukunft an neuen Entwicklungen und Technologien forschen.