Energie und Umwelt
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D. Schachinger
T. Schwarzböck
Preisverleihung Lions Förderpreis
(D.Schachinger / TU, H. Hochegger/Lions)
Preisverleihung Lions Sonderpreis
(T. Schwarzböck / TU, H. Hochegger/Lions)
Teamfoto - Jury und Preisträger
Teamfoto - Preisverleihung

Fotos:©Matthias Heisler

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Lions Förderpreis 2017

2017 wurde der Lions Förderpreis zum dritten Mal vergeben (Ausschreibung). Die 7 Einreichungen aus 5 Fakultäten der TU Wien wurden durch eine Jury mit Vertretern des Lions Clubs (Ing. Wolfgang Keiner, ehem. Geschäftsführer Festo Österreich; Dr. Herbert Hochegger, em. Rechtsanwalt Unternehmensrecht) sowie der TU Wien (Prof. Hermann Hofbauer, Institut für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und Technische Biowissenschaften; Prof. Azra Korjenic, Institut für Hochbau und Technologie; Dr. Gudrun Weinwurm, Forschungszentrum Energie und Umwelt) begutachtet und anhand allgemeiner und wissenschaftlicher Kriterien (u.a. Darstellung der Verwendung der Fördermittel, Beschreibung der wissenschaftlichen Methodik, Innovationsgrad der Arbeit, sowie deren Potential) bewertet.

Preisträger Daniel Schachinger

Daniel Schachinger ist aus diesem Prozess erfolgreich hervorgegangen und wurde für seine Arbeit an einer neuen Entwicklung einer Hardware für Energieeffizienz ausgezeichnet.

Daniel Schachinger ist Doktorand und Projektassistent am Arbeitsbereich Automatisierungssysteme des Instituts für Rechnergestützte Automation an der TU Wien und beschäftigt sich mit der Entwicklung intelligenter Energiemanagementsysteme für den Einsatz im Gebäudebetrieb. Durch eine möglichst vollständige Berücksichtigung aller relevanten Einflussfaktoren soll ein optimierter Betrieb von Energieverbrauchern und -erzeugern der Gebäudeautomation erreicht werden, um einerseits Komfortbedürfnisse zu erfüllen und andererseits Kosten und Energieverbrauch zu senken. Zu diesem Zweck wird eine Abstraktionsschicht definiert, die eine technologieunabhängige Modellierung der beteiligten Systeme und deren Semantik in einer Wissensbasis ermöglicht. Dadurch wird eine Entkopplung zwischen den physischen Prozessen und der Optimierungslogik erreicht, die einen universellen Einsatz dieses Energiemanagementsystems in verschiedenen Gebäudetypen unabhängig von Größe und Nutzungsart ermöglichen soll. Die Optimierungsheuristik verwendet die abstrakte Wissensbasis, um dynamisch und flexibel über Strategien und Ablaufpläne für das Energiemanagement entscheiden zu können.

Daniel Schachinger wird das Preisgelds in Höhe von 4.000 € im Wesentlichen für die Publikation seiner Forschungsergebnisse auf wissenschaftlichen Konferenzen verwenden. Bereits akzeptierte sowie geplante Einreichungen für den IEEE International Workshop on Factory Communication Systems (WFCS) 2017, die IEEE International Conference on Emerging Technologies and Factory Automation (ETFA) 2017 und die Konferenz der IEEE Industrial Electronics Society (IECON) 2017 dienen dem Austausch der Forschungsleistungen mit der Scientific Community. Darüber hinaus ist der Ankauf von Hardware-Komponenten geplant, um eine aussagekräftige Evaluierung anhand von Experimenten mit realer Hardware durchführen zu können.

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Sonderpreis für Therese Schwarzböck

Therese Schwarzböck ist Doktorandin am Institut für Wassergüte, Ressourcenmanagement und Abfallwirtschaft und arbeitet im Fachbereich Ressourcenmanagement und Abfallwirtschaft unter der Leitung von Prof. Helmut Rechberger. Aufgrund des umweltrelevanten Themas wurde Ihr ein Sonderpreis zuerkannt.

In ihrem Dissertationsvorhaben beschäftigt sich Therese Schwarzböck mit der Validierung und Weiterentwicklung einer Methode zur Bestimmung der Klimarelevanz von brennbaren Abfällen.
Durch die weltweit zunehmende thermische Verwertung von Abfällen werden klimaschädliche Methanemissionen aus der Deponierung verhindert und fossile Energieträger (z.B. Erdöl, Erdgas) in der Industrie substituiert (z.B. in der Zementindustrie). Gleichzeitig steigen jedoch die CO2-Emissionen aus der Abfallverbrennung. Diese sind gemäß IPCC nur zum Teil klimarelevant, da Abfälle neben Anteilen fossilen Ursprungs (vorwiegend Kunststoffen) auch biogene Materialien beinhalten (z.B. Papier, Holz), deren Verbrennung klimaneutral ist.

Die am Institut für Wassergüte, Ressourcenmanagement und Abfallwirtschaft entwickelte „Bilanzenmethode“ ermöglicht es auf vergleichsweise einfache und kostengünstige Art, den fossilen Anteil in brennbaren Abfällen zu bestimmen. Die Arbeit von Therese Schwarzböck umfasst die Validierung der „Bilanzenmethode“ und die Identifikation von Potentialen und möglichen Einschränkungen der Anwendbarkeit des Verfahrens. Dazu wurden bereits umfassende Untersuchungen mit künstlich hergestellten und realen Abfallgemischen durchgeführt, eine Anwendung auf sämtlichen Müllverbrennungsanlagen in Österreich realisiert sowie notwendige Stoffkennwerte für Abfälle in Europa überprüft. Um die Untersuchungen auf Länder mit signifikant unterschiedlicher Abfallzusammensetzung auszuweiten und die „Bilanzenmethode“ hierfür anzupassen, ist es geplant, Abfälle in Indonesien und China zu beproben. Beide Länder zählen weltweit zu den Top 10 CO2-Emittenten und erfahren, auch aufgrund der formulierten CO2-Reduktionsziele, einen Wendepunkt in der Abfall- und Energiewirtschaft, hin zu einer verstärkten thermischen Verwertung von Abfällen.
Therese Schwarzböck verwendet den ihr zuerkannten Sonderpreis in der Höhe von 2.000 € um einen Aufenthalt in Indonesien (Banda Aceh) zu finanzieren, vor Ort Abfallproben zu nehmen und Analysen für ihre Forschungsfragen durchzuführen.

Publikationsliste von Therese Schwarzböck: https://publik.tuwien.ac.at/publist.php?nojava=0&persoid=5996473

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Vienna young Scientist Symposium

Im Rahmen des Vienna young Scientist Symposiums am Fr, 02. Juni wurden die Forschungsarbeiten präsentiert und im Anschluß beim Gala-Dinner der Lions Förderpreis verliehen.

Vortrag D. Schachinger "Energy Management Optimization based on a Semantic Abstraction Layer"

Vortrag T. Schwarzböck "Bestimmung des biogenen und fossilen Anteils in heterogenen Abfällen – Potentiale & Einschränkungen"

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