Energie und Umwelt
> Zum Inhalt
M. Taubländer
T. Bruckmüller
H. Hochegger
Teamfoto - Jury und Preisträger
Preisverleihung Lions Förderpreis
(M. Taubländer/TU, H. Hochegger/Lions)
Preisverleihung Lions Förderpreis
(T.Bruckmüller/TU, H. Hochegger/Lions)
Teamfoto - Preisverleihung

Fotos:©Matthias Heisler im Aufrag TU Wien

To top

Lions Förderpreis 2019

2019 wurde der Lions Förderpreis zum fünften Mal vergeben (Ausschreibung). Die 24 Einreichungen aus 7 Fakultäten der TU Wien wurden durch eine Jury mit Vertretern des Lions Clubs (Ing. Wolfgang Keiner, ehem. Geschäftsführer Festo Österreich; Dr. Herbert Hochegger, em. Rechtsanwalt Unternehmensrecht) sowie der TU Wien (Prof. Azra Korjenic, Institut für Werkstofftechnologie, Bauphysik und Bauökologie; Prof. Hermann Hofbauer, Institut für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und Technische Biowissenschaften; Dr. Gudrun Weinwurm, Forschungszentrum Energie und Umwelt) begutachtet und anhand allgemeiner und wissenschaftlicher Kriterien (u.a. Darstellung der Verwendung der Fördermittel, Beschreibung der wissenschaftlichen Methodik, Innovationsgrad der Arbeit, sowie deren Potential) bewertet.

Preisträger Michael Taubländer

Copyright: Rebekka Brather

Michael Josef Taubländer ist aus diesem Prozess erfolgreich hervorgegangen und wurde für seine Arbeit an neuartigen Herstellungsverfahren für organische Hochleistungsmaterialien ausgezeichnet.

Michael Josef Taubländer ist Dissertant und derzeit als Projektassistent am Institut für Materialchemie (Forschungsgruppe Organische Hochleistungsmaterialien, Ass. Prof. Miriam Unterlass) tätig. Im Rahmen seiner Doktorarbeit beschäftigt er sich mit Herstellungsverfahren, bei denen ausschließlich Wasser unter Hochtemperatur- und Hochdruckbedingungen als Reaktionsmedium verwendet wird. In den letzten zwei Jahren konnte Michael Josef Taubländer bereits zeigen, dass diese sogenannten hydrothermalen Prozesse hervorragend geeignet sind, um unterschiedliche organische Farbstoffe und Pigmente sowie verschiedene Polymere mit hervorragenden Eigenschaften zu erzeugen. Während klassische Methoden zur Herstellung solcher Stoffe toxische Lösungsmittel erfordern und oft schädliche Reaktionsnebenprodukte freisetzen, stellen die von der Arbeitsgruppe von Miriam Unterlass entwickelten Strategien kein Risiko für Umwelt und Gesundheit dar. Tatsächlich können diese neuartigen Techniken als von Natur aus "grün" angesehen werden, da Wasser das einzige verwendete Lösungsmittel und das einzige entstehende Reaktionsnebenprodukt ist. Somit kann der Umgang und die Entsorgung von Schadstoffen vollständig vermieden werden, indem die üblichen synthetischen Verfahren durch hydrothermale Prozesse auf Basis von Hochtemperaturwasser ersetzt werden. Um die hydrothermal gewonnenen Produkte näher an die Praxis heranzuführen, ist es nun entscheidend, ihre Weiterverarbeitung zu untersuchen und zu optimieren. Die erhaltenen Materialien müssen auch hinsichtlich ihrer mechanischen, thermischen und verschiedenen anderen physikalischen Eigenschaften analysiert werden.

Deshalb will Michael Josef Taubländer den mit 4000 € dotierten Preis für einen Forschungsaufenthalt am Tokyo Institute of Technology verwenden, um die bereits bestehende Kooperation mit der Forschungsgruppe von Prof. Shinji Ando zu intensivieren. Darüber hinaus wird er an internationalen Konferenzen und Workshops teilnehmen sowie Hardware für die Datenauswertung anschaffen.

Link zur Homepage: https://unterlasslab.com/team/michael-josef-taublaender/
Link zu Twitter: https://twitter.com/unterlasslab

To top

Sonderpreis für Thomas Bruckmüller

Thomas Bruckmüller ist Dissertant und Projektassistent am Institut für Fahrzeugantriebe und Automobiltechnik (Forschungsbereich Prof. Bernhard Geringer). Aufgrund des für die Elektromobilität wichtigen interdisziplinären Themas wurde ihm ein Sonderpreis zuerkannt. 

Thomas Bruckmüller beschäftigt sich in seiner Dissertation mit Elektromobilität und der dafür benötigten Ladeinfrastruktur. Mit einem neu entwickelten methodischen Ansatz wurde ein Software-Tool erstellt, das die Berechnung des Ladestellen-, Leistungs- und Energiebedarfs unter frei wählbaren Randbedingungen ermöglicht. Die Basis dafür bilden umfassende Mobilitätsdaten österreichischer Fahrzeugnutzer, realitätsnahe Verbrauchswerte sowie die Prognose der Bestandsentwicklung batterieelektrischer Fahrzeuge. Mit dem berechneten Leistungsverlauf und den benötigten Ladestellen werden die Auswirkungen auf verschiedene lokale Verteilernetzmodelle untersucht und die Kosten für die Errichtung der Ladestellen abgeschätzt. Die bisherigen Ergebnisse der Studie wurden im Rahmen des 40. Internationalen Wiener Motorensymposiums 2019, eine der weltweit führenden Veranstaltungen dieser Art, veröffentlicht.

Neben der Entwicklung neuer Methoden und Erkenntnisse hinsichtlich Elektromobilität, stand zusätzlich die Zusammenarbeit zwischen dem Automobil- und dem Energiesektor im Vordergrund. Die Verbindung dieser Sektoren ist für die erfolgreiche Umsetzung von Elektromobilität von größter Bedeutung. Durch eine intensive Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Fahrzeugantriebe und Automobiltechnik (IFA) und dem Institut für Energiesysteme und Elektrische Antriebe (ESEA) konnten in dieser Studie die Aspekte und Methoden beider Sektoren erfolgreich vereint werden.

Thomas Bruckmüller wird das Preisgeld von 2.000 € vorwiegend für die Weiterentwicklung und Dissemination seines Forschungsprojekts verwenden. Dafür ist die Teilnahme an Tagungen und Konferenzen sowie die Publikation der Studie in verschiedenen Fachmedien geplant.

To top

Vienna young Scientist Symposium

Im Rahmen des Vienna young Scientist Symposiums am Fr, 14. Juni wurden die Forschungsarbeiten präsentiert und im Anschluß beim Gala-Dinner der Lions Förderpreis verliehen.

Vortrag M. Taubländer: Expanding the Scope of Hydrothermal Polymerization

Vortrag T. Bruckmüller: Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge: Bedarf, Kosten und Auswirkungen auf die Energieversorgung in Österreich bis 2030

To top

To top